Bürgerstiftung für
Kinder in Wuppertal

Ekkehardstraße 7
42105 Wuppertal

Telefon (02 02) 26 56-390
Telefax (02 02) 26 56-438

info[at]kinderstiftung-wuppertal.de
www.kinderstiftung-wuppertal.de
 

Spendenkonto

Stadtsparkasse Wuppertal
IBAN DE15 3305 0000 0000 8944 44

Unsere Mission - Kindern gute Karten geben

Bereits unser Alt-Bundespräsident Dr. h.c. Johannes Rau hatte Recht:
"Die Kindergärten, die Kindertagesstätten und die Grundschulen sind ja nicht nur die Tore zum Bildungswesen, sie sind auch die Tore zu unserer Gesellschaft, zu Selbstentfaltung und Gemeinschaftsfähigkeit, zu beruflichem Erfolg und staatsbürgerlicher Verantwortung. Wer dort nicht teilhaben kann, weil die Bedingungen unzulänglich sind, der wird auch auf den späteren Stufen unseres Bildungswesens nicht mithalten können. Der hat es dann auch schwer in einer Gesellschaft, die Menschen ohne Wissen und Bildung zunehmend an den Rand drängt."
(Zitat aus "Den ganzen Menschen bilden – wider den Nützlichkeitszwang. Plädoyer für eine neue Bildungsreform")

Das heute teilweise stark veränderte soziale Umfeld in Familie und Gesellschaft bietet nicht mehr allen Kindern gleich gute Startchancen. PISA-Studien, OECD-Berichte und repräsentative Umfragen bestätigen: "Kinder haben keine Lobby". Weitgehend chancenlos bleiben Kinder dann, wenn wir nicht konsequent dort fördern, wo bei Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren Nachholbedarf besteht.


Ziel & Aufgaben

Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung von Kindern in Wuppertaler Kindertageseinrichtungen (in konfessioneller oder freier Trägerschaft), durch

  • Maßnahmen zur Bildungs-, Sprach-, Lese- und Lernförderung
    • Sprache ist Bildungsvoraussetzung
    • kindgemäßes Lernen
    • Wahrnehmen der Umwelt
    • Altersgemäßes Lernen durch Bewegung
  • ergotherapeutische und heilpädagogische Maßnahmen
  • Förderung des Zusammenlebens von Kindern unterschiedlicher Herkunft
    • Gegenseitige Rücksichtnahme
    • Lernen sich zu integrieren
  • Ausbildung, Fort- und Weiterbildung von Fachpersonal in o. g. Bereichen.
  • Bereitstellung von entsprechenden Arbeitsmaterialien und Hilfsmitteln
  • Erarbeitung von Projekten, die direkt oder indirekt dem Stiftungszweck entsprechen
  • Beteiligung an Projekten, die der Qualitätssicherung der Arbeit in den Kindertagesstätten dienen

Stiftungszweck

Beschaffung von Finanzmitteln zur Zielerreichung, durch

  • Zuwendung der Überschüsse aus der Anlage von Stiftungsvermögen (bestehend aus Stiftungen, Zustiftungen und Spenden)
  • Zuwendung zweckgebundener Spenden

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke (Satzung §2).

Die BÜRGERSTIFTUNG FÜR KINDER IN WUPPERTAL will „Anstifter“ sein, um Kinder in unserer Stadt in besonderer Weise zu fördern, denn schon im Kindergartenalter entscheidet sich, wie groß die Zukunftschancen des einzelnen Kindes sind.

Dabei stützen wir uns auf die Erfahrung der Erzieher/innen in den Kindergärten und Fachleute wie Logopäden/innen, Sozialpädagogen/innen, Ergotherapeuten/innen und Heilpädagogen/innen.

Zudem wollen wir in einem Netzwerk mit anderen die Förderaktivitäten im Interesse der Kinder verstärken.

Die BÜRGERSTIFTUNG FÜR KINDER IN WUPPERTAL ist Initiator, Organisator und Finanzierungsquelle im besonderen Interesse von Kindern, aber auch Erzieher/innen und Eltern.

Ausführlichere Informationen zu unserer Stiftungsorganisation finden Sie in unserer Satzung.

Vorstand

Der Stiftungsvorstand setzt sich zusammen aus:

  • Evamarie Bott, Vorsitzende
    
Tel. (privat) 0202 / 72 80 3
  • Norbert Brenken, stellv. Vorsitzender
    
Tel. (privat) 0202 / 46 90 58 0
  • Bernd Mönkemöller, Schriftführer
    
Tel. (privat) 02 02 / 76 13 29
  • Karin Nebel, Schatzmeisterin
    
Tel. (privat) 02 02 / 77 27 30
  • Claudia Braun, Projektberatung

    Tel. (privat) 0202 / 60 18 80

Kuratorium

Das Stiftungskuratorium setzt sich zusammen aus:

  •     Vorsitzender: Dr. Philipp Frh. von Hoyenberg (Notar)
  •     stellv. Vorsitzender: Johannes Nattland (Pfarrer)
  •     Dr. med. Markus Onken (Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, i. R.)
  •     Eva-Maria Schneider (Staatl. anerkannte Erzieherin und KITA-Leiterin, i. R.)
  •     Dr. Martin Hamburger (Pfarrer, Diakoniedirektor)
  •     Ulrich Liebner (Fachbereichsleiter der Diakonie, i. R.)
  •     Stephan Ries (Rechtsanwalt)

Das Stiftungskuratorium wacht über die Einhaltung der Stiftungszwecke und berät den Stiftungsvorstand.

Stiftungsgründer

Der Elberfelder Erziehungsverein (EEV): Hinter diesem für manche Ohren vielleicht etwas archaisch klingenden Namen, der bei vielen Lesern doch manchmal die Assoziation von Rohrstock, gestärkter Schürze und gewachstem Linoleumboden hervorruft, steht einer der größten Träger von Tageseinrichtungen für Kinder im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland. Über mehr als 160 Jahre hat sich dieser gemeinnützige Verein für Kinder und ihre Interessen eingesetzt.

Der EEV wurde im November 1849 von Bürgern Elberfelds (heute ein Stadtteil von Wuppertal) gegründet, um die Auswirkungen der herrschenden politischen und sozialen Situation in Deutschland und vornehmlich in der damaligen Stadt Elberfeld zu mindern. Zunehmende Armut und Verwahrlosung von Kindern waren das Ergebnis der frühen Industrialisierung.

Fünf Ziele und Inhalte verfolgte die damalige Gemeinschaft:

  •  die Einrichtung evangelischer Sonntagsschulen
  •  die Einrichtung von Näh- und Flickstuben
  •  die Herausgabe christlicher Jugendzeitschriften
  •  die Unterbringung von gefährdeten Kindern in christlichen Familien
  •  die Unterhaltung von sogenannten Kleinkinderschulen

Davon geblieben ist die ständige Weiterentwicklung der Kleinkinderschulen, den heutigen Tageseinrichtungen für Kinder. Alle Aufgaben wurden seinerzeit aus Spenden und Sammlungen finanziert. Auch heute ist man auf diese Zuwendungen wieder ganz besonders angewiesen.

Wie alle Träger von Kindertagesstätten stellte auch der EEV seit Jahren fest, dass eine zunehmend größere Anzahl von Kindern nicht mehr die an sich notwendige frühe Förderung durch das Elternhaus erhält. Da darüber hinaus die öffentlichen Mittel eher reduziert werden und damit auch die Bildungsarbeit in den Tagesstätten oft nur mit Einschränkungen möglich ist, wird faktisch schon im Kindergartenalter über die Lebens- und Entwicklungschancen eines Kindes entschieden, und damit steht fest: Wenn heute zu wenig gefördert wird, haben die Kinder und spätere Generationen die negativen Folgen zu tragen.

Vorstand und Mitglieder des EEV wollten nicht weiter auf das Umdenken der Bildungspolitik warten, sondern in der Tradition der EEV-Gründer und im Interesse der heranwachsenden Generation die Initiative für Förderungskonzepte ergreifen. Nicht zuletzt in der Erkenntnis, dass es in Wuppertal eine lange Tradition für bürgerschaftliches Engagement gibt, hat der EEV deshalb am 26.1.2004 als alleiniger Stiftungsgründer mit einem Stiftungskapital von zunächst 500 000 € die „Bürgerstiftung für Kinder in Wuppertal“ ins Leben gerufen und damit ein sichtbares Zeichen für die Hoffnung auf die Unterstützung durch Spenden und Zustiftungen gesetzt.

Nach der in 2009 erfolgten Fusion mit dem Verband evangelischer Kindertagesstätten in Barmen (VEKiB) hat der Verein unter dem neuen Namen Evangelischer Kindertagesstättenverein in Wuppertal (EKV) mehr als 30 Einrichtungen im Einzugsgebiet des Kirchenkreises Wuppertal betrieben und war damit der größte freie  Kindergartenträger der Stadt. Nach Übergang der Betriebsführung auf die Diakonie Wuppertal sind die Kindergärten dann in der "Evangelischen Kindertagesstätten gGmbH (Ekita)" zusammengefasst worden.

Zustifter

Seit Gründung der Stiftung sind zahlreiche Zustiftungen realisiert worden, so dass die Bürgerstiftung Ende 2016 über ein gesamtes Stiftungskapital von knapp 2,8 Mio € verfügen konnte.

Neben der regelmäßigen Unterstützung durch die Stadtsparkasse, Unternehmen, Serviceclubs und Wuppertaler Bürger freuen wir uns insbesondere über den Eingang von drei Zustiftungen im Einzelwert zwischen 100 000 € und 200 000 € und eine große Zuwendung von über 1 Mio €, mit der uns ein Wuppertaler Bürger im Rahmen seines Testaments bedacht hat.

Dankbar sind wir insbesondere:

Frau Ingrid Arrenberg

Die Wuppertaler Unternehmerin, die kinderlos blieb, verfügte in ihrem Testament, ihr stattliches Immobilienvermögen einer gemeinnützigen Stiftung zu vermachen. Einzige Bedingung: Die Stiftung sollte sich um das Wohl von Kindern kümmern.

Herrn Ulrich Mühmel

Der Barmer Rechtsanwalt hat uns zunächst mit einer großzügigen baren Zustiftung bedacht und die Bürgerstiftung dann in seinem Testament als alleinige Erbin eingesetzt. Durch sein Mitwirken im Kuratorium konnte er sich von der nachhaltigen Stiftungsarbeit überzeugen.

Frau Helene Emde

Einmal mehr sind wir in dem Testament einer Wuppertalerin als Erbin eingesetzt worden. Mit den Kindern freuen wir uns über eine namhafte Zuwendung, mit der wir eine Vielzahl von Projekten in den Wuppertaler Kindergärten unterstützen können.

Die Personen, die mindestens 10 000 € zum Stiftungsvermögen bzw. zur Arbeit der Stiftung beigetragen haben, sind Mitglieder im Stifterrat. Der Stifterrat wird mindestens einmal im Jahr zu einer Sitzung einberufen, in der der Vorstand über die Arbeit der Stiftung, den geprüften Jahresabschluss und die weitere Planung berichtet.